Bieszczady-Nationalpark, Nationalpark in der Woiwodschaft Karpatenvorland, Polen
Der Bieszczady-Nationalpark ist ein Naturschutzgebiet im Unterkarpatenland und erstreckt sich über bewaldete Berghänge und offene Gipfelflächen im südöstlichen Polen. Die Landschaft wechselt zwischen tiefen Buchenwäldern mit Tannen und Bergahorn sowie den baumfreien Poloniny-Kämmen oberhalb der Waldgrenze.
Die Region wurde 1973 zum Nationalpark erklärt, nachdem große Teile der Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg umgesiedelt worden waren. Die verlassenen Täler kehrten allmählich in einen wilden Zustand zurück und ermöglichten die Erholung der Wälder und die Rückkehr großer Raubtiere.
Der Name leitet sich von den Bieszczady-Bergen ab, die hier sanfte Kuppen mit offenen Graslandschaften bilden, in denen Wanderer auf freien Kämmen laufen können. Die Hutsulenpferde grasen heute noch auf diesen Hochflächen und halten das Grasland offen, wie es früher Hirten getan haben.
Das Wegenetz umfasst etwa 130 Kilometer (etwa 80 Meilen) markierte Pfade, die für Wanderer, Radfahrer und Reiter zugänglich sind. Die besten Monate zum Besuch sind Mai bis Oktober, wenn die Wege trocken sind und die Poloniny in voller Blüte stehen.
Die offenen Poloniny-Wiesen beherbergen rund 800 Gefäßpflanzenarten und bieten Lebensraum für Luchse und Wölfe, die hier regelmäßig gesichtet werden. Diese Hochflächen liegen oberhalb der Waldgrenze und geben den Blick auf die sanften Karpatenrücken frei, die sich bis zur ukrainischen Grenze erstrecken.
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