Sebastia, Siedlung in den palästinensischen Autonomiegebieten
Sebastia ist eine Siedlung auf einem Hügel im Nablus-Gouvernement in der Westbank. Der Ort sitzt etwa 450 Meter über dem Meeresspiegel und ist von grünen Feldern und Olivenhainen umgeben, die von etwa 3.200 Einwohnern bewirtschaftet werden.
Der Ort war ursprünglich die antike Stadt Samaria, Hauptstadt des nördlichen Königreichs Israel, bevor er um 720 v.Chr. durch das Neuassyrische Reich zerstört wurde. König Herodes der Große baute die Stadt später wieder auf und benannte sie Sebastia zu Ehren des römischen Kaisers Augustus.
Der Name Sebastia stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "ehrwürdig" oder "respektabel". Muslimische und christliche Besucher kommen hierher, um die Nabi-Yahya-Moschee zu sehen, die an einem Ort errichtet wurde, wo nach Überlieferung ein wichtiger religiöser Lehrer begraben liegt.
Der Ort ist etwa 12 Kilometer nordwestlich von Nablus entfernt und am besten zu Fuß zu erkunden, besonders wenn man die archäologischen Überreste auf dem Hügel sehen möchte. Es ist empfehlenswert, festes Schuhwerk zu tragen und ausreichend Wasser mitzunehmen, da die Wege uneben sind und es wenig Schatten gibt.
Hier sind Steinstrukturen, Säulen und Mauern aus der Römerzeit zu sehen, darunter Überreste eines antiken Theaters, das zeigt, wie fortgeschritten die Stadt während dieser Zeit war. Diese Ruinen geben Besuchern einen direkten Einblick in das tägliche Leben von vor über 2.000 Jahren.
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