Altar on Mount Ebal, Archäologische Stätte am Berg Ebal, Palästina
Der Altar auf dem Berg Ebal ist eine ummauerte Struktur aus Feldsteinen, etwa 9 mal 7 Meter groß und 4 Meter hoch, am Nordostsporn des Berges Ebal auf 785 Metern. Er hat keinen Eingang und ist mit Schichten aus Stein und Asche gefüllt. Daneben liegen zwei gepflasterte Höfe, getrennt durch eine Rampe.
Adam Zertal entdeckte die Stätte 1980 bei der Survey des Berglands von Manasse und grub sie zwischen 1982 und 1989 in acht Kampagnen mit der Universität Haifa und der Israel Exploration Society aus. Er datierte die Anlage ins letzte Viertel des 13. Jahrhunderts v.u.Z. und deutete sie als Josua-Altar; die meisten Archäologen lehnen diese Deutung ab, erkennen aber eine frühe israelitische Kultnutzung an. 2021 beschädigten palästinensische Gemeindearbeiter einen Teil der Stätte.
Der Name el-Burnat, arabisch für „der Hut“, bezeichnet den hellen Steinhügel, der schon von Weitem auffällt. Die Ausgräber fanden Räuchergefäße, tausende Tierknochen und zwei ägyptische Skarabäen; einer trägt die Kartusche Thutmosis' III., wird aber in die Zeit Ramses' II. datiert. Ein trapezförmiger Steinstempel mit Linien und Punkten griff Marken auf Tongriffen auf.
Die Stätte liegt auf dem Nordostsporn des Berges Ebal, am Ort Northern el-Burnat, wenige Kilometer östlich von Asira ash-Shamaliya und nordöstlich von Nablus. Sie ist auf Karten nicht als archäologische Stätte verzeichnet, und 2021 beschädigten Gemeindearbeiter einen Teil der Anlage, nachdem das Gebiet unter palästinensische Zuständigkeit gefallen war. Der Zugang erfolgt zu Fuß aus dem Raum Nablus; der Steinhaufen liegt an einem felsigen Hang unterhalb des 940 Meter hohen Gipfels.
Der umstrittenste Fund der Stätte ist ein trapezförmiger Steinstempel aus dem Ende der Spätbronzezeit, in den Linien und Punkte graviert sind, wie sie auch auf dort gefundenen Keramikgriffen vorkommen. Zertal zählte Dutzende solcher gemusterten Griffe und deutete sie als Weihegaben für eine Gottheit.
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