Sichem, Archäologische Stätte im Westjordanland
Shechem ist eine antike Siedlung in der Westbank zwischen dem Berg Ebal und dem Berg Gerizim, wo Ausgräber mehrere Schichten von Fundamenten, Straßen und öffentlichen Gebäuden freilegten. Die Anlage erstreckt sich über ein weitläufiges Gelände mit sichtbaren Überresten von Mauern, Toren und Plätzen, die das Wachstum der Stadt über Jahrhunderte zeigen.
Die Siedlung entstand bereits im 4. Jahrtausend vor Christus und wurde später von kanaanäischen Bewohnern zu einer befestigten Stadt mit Erdwällen ausgebaut. Über die folgenden Jahrhunderte wechselten die Herrscher mehrfach, und jede Gruppe hinterließ eigene Bauspuren und Veränderungen am Stadtbild.
Der Name der Siedlung taucht in alten religiösen Schriften auf und wird heute noch von Gläubigen verschiedener Konfessionen als historischer Bezugspunkt betrachtet. Besucher können zwischen den Mauerresten und den Grundrissen von Häusern erkennen, wie Menschen in der Antike ihre Wohnviertel und Kultstätten organisierten.
Das Gelände ist über unbefestigte Wege erreichbar, und an mehreren Stellen informieren Hinweistafeln über die Bedeutung der freigelegten Strukturen. Festes Schuhwerk ist sinnvoll, da der Boden uneben sein kann und die Entfernungen zwischen den einzelnen Bereichen mitunter größer sind.
Bei den Ausgrabungen wurde ein Stadttor mit zwei massiven Türmen freigelegt, das im 17. Jahrhundert vor Christus errichtet wurde und heute als eines der am besten erhaltenen Beispiele dieser Bauweise gilt. Die Toranlage zeigt deutlich, wie Verteidigungssysteme in der Bronzezeit aussahen und wie sie den Zugang zur Stadt kontrollierten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.