Angara, Wichtiges Flusssystem in Sibirien, Russland
Die Angara ist ein Fluss in Sibirien, der sich über 1.849 Kilometer vom Baikalsee durch die Oblaste Irkutsk und Krasnojarsk bis zum Jenissei erstreckt. Entlang des Flusslaufs bilden vier große Staudämme Wasserreservoire, die weite Teile der sibirischen Landschaft prägen.
Russische Siedler nutzten den Fluss ab 1630 als Haupttransportroute während der Kolonisierung Sibiriens und gründeten Siedlungen an seinen Ufern. Der Bau der Wasserkraftwerke im 20. Jahrhundert veränderte den Flusslauf grundlegend und führte zur Umsiedlung ganzer Dörfer.
Der Name stammt aus der burjatischen Sprache und bedeutet "Öffnung" oder "Spalt", was sich auf den Abfluss aus dem Baikalsee bezieht. Fischerdörfer entlang des Flusses folgen noch heute traditionellen Mustern, wobei viele Bewohner im Sommer zum Angeln an die Ufer kommen.
Die Ufer sind an vielen Stellen zugänglich, besonders in der Nähe von Städten wie Irkutsk, wo Spazierwege entlang des Wassers verlaufen. Im Winter friert der Fluss teilweise zu, sodass einige Abschnitte nur im Sommer vollständig erreichbar sind.
Der Fluss ist der einzige Abfluss des Baikalsees und transportiert jährlich etwa 60 Kubikkilometer Wasser in den Jenissei. Trotz der Länge des Flusses sind keine Schiffe mit direkter Verbindung zum Baikalsee möglich, da Dämme die Durchfahrt blockieren.
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