Zelyony, Insel im Bezirk Yuzhno-Kurilsky, Russland
Zelyony ist eine Insel in der Gruppe der Kleineren Kurilen mit einer Fläche von etwa 58 Quadratkilometern und weist natürliche geologische Formationen auf, die aus vulkanischer Aktivität im Pazifik stammen. Das Gelände wird durch die raue Landschaft und das Fehlen moderner Infrastruktur geprägt.
Der dänisch-russische Entdecker Martin Spanberg kartografierte die Insel erstmals 1739 und leitete damit eine lange Geschichte von Expeditionen in der Region ein. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wechselten territoriale Kontrolle und Ansprüche mehrmals zwischen Russland und Japan.
Die Insel ist seit 1945 unbewohnt, nachdem die sowjetische Kontrolle etabliert wurde und japanische Bewohner das Gebiet verließen. Heute zeugt die Abwesenheit menschlicher Siedlung von den großen politischen Veränderungen des 20. Jahrhunderts in dieser Region.
Die Insel ist nur per Schiff erreichbar und erfordert spezialisierte maritime Verkehrsmittel aufgrund ihrer abgelegenen Lage im Pazifik. Besucher sollten auf raue Wetterbedingungen und begrenzte Landungsmöglichkeiten vorbereitet sein.
1983 flog ein US-amerikanisches Corsair-II-Flugzeug versehentlich über die Insel während Übungen mit Südkorea und verursachte diplomatische Spannungen. Dieser Zwischenfall unterstreicht die sensible geopolitische Situation dieser abgelegenen Region.
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