Brunnen vor der Iskele-Moschee in Üsküdar, Osmanischer Brunnen in Üsküdar, Türkei.
Der Brunnen von Ahmed III. ist ein achteckiges Steinbauwerk in Üsküdar, Istanbul, das von einem beinahe quadratischen, bleigedeckten Pyramidendach abgeschlossen wird. Die vier breiten und vier schmaleren Eckseiten sind mit gemeißelten Ornamenten versehen, und an jeder Seite befinden sich Wasserhähne unter Spitzbogenöffnungen, die zum Trinken, zum Befüllen von Behältern und zur rituellen Reinigung genutzt werden konnten.
Der Brunnen wurde 1728 am Ufer des Bosporus errichtet und diente ursprünglich der wachsenden Bevölkerung des Viertels als Wasserversorgung. Im Jahr 1932 wurde er im Zuge einer Neugestaltung des Platzes an seinen heutigen Standort neben der Mihrimah-Sultan-Moschee versetzt.
Die Inschriften an den Außenwänden stammen von osmanischen Dichtern und dem Sultan selbst und sind in den Stein gemeißelt. Wer genau hinschaut, kann die kalligrafischen Zeilen noch heute lesen und erkennen, wie viel Sorgfalt in die Gestaltung dieser Schriftbänder geflossen ist.
Der Brunnen steht auf einem belebten Platz und ist zu Fuß von den umliegenden Straßen leicht erreichbar. Der Zugang ist jederzeit kostenlos, und die Wasserhähne sind noch in Betrieb, sodass das Wasser direkt getrunken werden kann.
Obwohl der Brunnen fest und massiv wirkt, wurde er im frühen 20. Jahrhundert an seinen heutigen Standort versetzt, ohne dabei seine ursprüngliche Form zu verlieren. Diese Verlegung zeigt, wie sehr das Bauwerk auch nach zwei Jahrhunderten als erhaltenswertes Objekt betrachtet wurde.
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