Leanderturm, Leuchtturm in Üsküdar, Türkei
Der Kız Kulesi steht auf einem winzigen Eiland rund 200 Meter (etwa 656 Fuß) vor der asiatischen Küste Istanbuls und markiert den südlichen Zugang zur Bosporusstraße. Das Bauwerk besteht aus einem zylindrischen Steinturm mit mehreren Etagen, der früher als Leuchtfeuer diente und heute ein Restaurant sowie eine Aussichtsplattform beherbergt.
Kaiser Alexius Comnenus begann 1110 mit dem Bau eines Holzturms, der durch Steinbefestigungen geschützt wurde. Spätere Umbauten unter osmanischer Herrschaft wandelten das Bauwerk in einen Leuchtturm und eine Zollstation um.
Die Namensgebung des Turms verknüpft sich mit einer Legende über eine Kaisertochter, die hier eingesperrt worden sein soll, um einem prophezeiten Schlangenbiss zu entgehen. Besucher können das Innere besichtigen, wo ein Restaurant und ein Aussichtsbereich die historischen Räume mit modernem Betrieb verbinden.
Regelmäßige Bootsdienste fahren vom Pier Salacak in Üsküdar oder vom Galataport ab und bringen Reisende innerhalb weniger Minuten zur Insel. Die Verbindungen verkehren täglich zwischen 9:30 und 20:00 Uhr, wobei Wochenenden und Sommerabende mehr Besucher anziehen.
Im Laufe der Jahrhunderte diente der Bau abwechselnd als Quarantänestation während Seuchenausbrüchen und als Verteidigungsposten gegen ankommende Schiffe. Archäologen fanden auf dem Eiland auch Spuren römischer Ketten, die einst Feindflotten blockierten.
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