Şemsi-Pascha-Moschee, Osmanische Moschee in Üsküdar, Türkei
Die Şemsi-Pascha-Moschee ist eine Moschee im Stadtteil Üsküdar am asiatischen Ufer des Bosporus mit einem einfachen, kompakten Grundriss. Das Gebäude besteht aus Granit und verfügt über ein einzelnes Kuppeldach sowie neun große Fenster mit farbigen Glasflächen, die den inneren Raum mit natürlichem Licht durchfluten.
Der kaiserliche Architekt Mimar Sinan entwarf diese Moschee 1581 für den Großwesir Şemsi Pascha und schuf damit eines der kleineren Gebäude für einen Würdenträger dieser Rang in Istanbul. Das Gelände erhielt später eine Madrasa mit Unterrichtsräumen, die im 20. Jahrhundert umgebaut wurde.
Die Moschee ist eng mit dem Alltag der Nachbarschaft verbunden und wird von Gläubigen regelmäßig genutzt. Ihr Standort direkt am Wasser macht sie zu einem bekannten Orientierungspunkt für Menschen, die entlang der Uferpromenade spazieren.
Das Gebäude liegt direkt am Wasser mit begrenztem Platz rundherum, daher ist es von der Straße oben oder vom Uferweg unten gut zu erreichen. Besucher sollten sich bewusst sein, dass es sich um einen aktiven Gebetsort handelt, daher ist das Innere tagsüber eher zu bestimmten Zeiten offen.
Der Grabkammer im Inneren wurde eine ungewöhnliche Anordnung gegeben: Sie erstreckt sich zur Wasserkante mit drei Fenstern, die direkten Blick auf den Bosporus ermöglichen. Dies schafft eine unerwartete Verbindung zwischen dem sakralen Raum und der sich ständig bewegenden Gewässer darunter.
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