East Boston Immigration Station, Einwanderungsstation in East Boston, Vereinigte Staaten
Die East Boston Immigration Station ist eine ehemalige Einwanderungsbehörde an der Küste von East Boston, Massachusetts, die Neuankömmlinge in Verwaltungsbüros, Wartesälen und Unterkünften aufnahm. Der Komplex bestand aus mehreren Gebäuden, von denen jedes einem anderen Schritt im Ankunftsverfahren diente.
Die Station wurde 1920 als bundesstaatliche Einwanderungsanlage eröffnet und diente über drei Jahrzehnte lang als erste offizielle Anlaufstelle für Neuankömmlinge in Boston. Sie wurde 1954 geschlossen und danach verkauft und umgenutzt.
Die Station empfing vor allem Einwanderer aus Italien und Irland, deren Nachkommen noch heute ganze Stadtteile Bostons prägen. Wer durch East Boston oder die North End geht, begegnet noch immer dieser Geschichte in den Gesichtern, den Restaurants und den Gemeinschaften vor Ort.
Das Gelände gehört heute Massport und ist als Werft in Betrieb, weshalb es für Besucher nicht zugänglich ist. Die Außenansicht der Gebäude lässt sich vom Ufer oder von nahegelegenen Aussichtspunkten aus gut erkennen.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden hier japanische, deutsche und italienische Einwohner ohne Beweise für eine tatsächliche Bedrohung vorübergehend festgehalten. Sie wurden anschließend in andere Einrichtungen verlegt, ein Kapitel, das in der Geschichte der Station oft übersehen wird.
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