Boston Stone, Historischer Steinmarkierer in der Marshall Street, Boston, Vereinigte Staaten.
Der Boston Stone ist ein runder Sandsteinblock, der in die Außenmauer eines Gebäudes in der Marshall Street, im historischen Zentrum Bostons, eingelassen ist. Ein auf die Fassade gemalter Zeigefinger zeigt genau auf die Stelle, sodass man ihn nicht übersieht.
Um 1700 brachte ein englischer Müller namens Thomas Childs den Stein in die Kolonie und nutzte ihn zum Mahlen von Farbpigmenten. Die Jahreszahl 1737, die in den Stein eingraviert ist, geht auf eine spätere Initiative zurück, den Stein als offiziellen Mittelpunkt der Stadt zu nutzen.
Der Boston Stone liegt im Blackstone Block, einem der ältesten erhaltenen Straßenzüge der Stadt, wo noch einige Kolonialgebäude stehen. Wer durch die Gasse geht, kann sich vorstellen, wie das Viertel zur Kolonialzeit ausgesehen haben mag.
Der Stein befindet sich in der Marshall Street, einer belebten Straße im historischen Zentrum, und ist dank der aufgemalten Hand leicht zu finden. Am besten schaut man beim Gehen auf Bodenhöhe an der Hauswand entlang, um ihn nicht zu verpassen.
Obwohl der Stein ursprünglich als Nullpunkt für Entfernungsmessungen dienen sollte, ähnlich dem Londoner Meilenstein, setzte sich diese Verwendung in Boston nie wirklich durch. Heute erinnert er eher zufällig an ein Stadtprojekt, das nie vollständig umgesetzt wurde.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.