Kleve, Kreisstadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Kleve ist eine Bezirkshauptstadt in Nordrhein-Westfalen, die sich auf beiden Seiten einer sanften Erhebung über der Rheinebene nahe der niederländischen Grenze ausbreitet. Die Stadt umfasst einen historischen Kern auf dem Hügel und mehrere eingemeindete Ortsteile wie Materborn, Reichswalde und Rindern, die sich durch Felder und Wälder in der flachen Landschaft verteilen.
Im Jahr 1242 erhielt die Stadt ihre Stadtrechte und wurde später Hauptstadt des Herzogtums Kleve, das im Mittelalter eine wichtige Rolle am Niederrhein spielte. Nach langen Erbstreitigkeiten fiel das Gebiet 1614 durch den Xantener Vertrag an Brandenburg, das die Stadt in seine preußischen Besitzungen eingliederte.
Die Schwanenburg mit ihrem 55 Meter hohen Schwanenturm steht als zentrales Monument und ist mit den Legenden des Schwanenritters verbunden.
Die Stadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, da die meisten Sehenswürdigkeiten rund um den Hügel mit der Burg liegen und durch kurze Wege miteinander verbunden sind. Wer die Umgebung erkunden möchte, findet zahlreiche Radwege, die bis nach Holland führen und durch die flache Landschaft leicht zu befahren sind.
Zwischen 1624 und 1672 wechselte die Stadt mehrfach die Besatzungsmacht, zunächst durch spanische Truppen, dann durch niederländische Soldaten, die in diesen Jahrzehnten immer wieder einzogen. Diese Phasen fremder Kontrolle prägten die Stadt während des Dreißigjährigen Krieges und der darauffolgenden Konflikte.
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