Bietigheimer Eisenbahnviadukt, Steinerner Eisenbahnviadukt in Bietigheim-Bissingen, Deutschland
Das Bietigheimer Enztalbiadukt ist eine Eisenbahnbrücke aus rotem Sandstein, die das Enztal in Bietigheim-Bissingen, Baden-Württemberg, überspannt. Die Brücke besteht aus einer Reihe von Rundbögen und führt noch heute eine aktive Bahnstrecke.
Die Brücke wurde in den frühen 1850er Jahren unter der Leitung des Ingenieurs Karl Etzel im Rahmen des Ausbaus der Württembergischen Westbahn errichtet. Sie entstand in einer Zeit, als Eisenbahnstrecken erstmals den Südwesten Deutschlands erschlossen.
Das Viadukt aus rotem Sandstein gehört zum vertrauten Bild der Stadt und ist auf vielen Postkarten und Fotos der Region zu sehen. Die Bögen spiegeln einen Baustil wider, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für große Eisenbahnbrücken in Süddeutschland typisch war.
Die Brücke lässt sich gut vom Talboden aus betrachten, wo Wanderwege entlang der Enz verlaufen und verschiedene Blickwinkel auf die Bögen ermöglichen. Ein Besuch bei gutem Licht, besonders am Morgen oder am späten Nachmittag, lohnt sich für Fotos.
Nach Schäden im Zweiten Weltkrieg wurde einer der Bögen nicht neu aufgemauert, sondern vollständig mit Beton verfüllt. Wer genau hinschaut, kann diesen Bogen noch heute an seiner unterschiedlichen Oberfläche von den anderen unterscheiden.
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