Tagebau Hambach, Braunkohletagebau in Düren, Deutschland
Der Tagebau Hambach ist eine Braunkohleförderanlage im Rheinischen Revier zwischen den Kreisen Düren und Rhein-Erft. Die Grube erstreckt sich über ein Gebiet von rund 30 Quadratkilometern und reicht an einigen Stellen mehr als 400 Meter unter den Meeresspiegel.
Die Arbeiten begannen 1978, nachdem das Gelände für den Abbau freigegeben worden war. In den folgenden Jahrzehnten wurden mehrere Ortschaften umgesiedelt, um Platz für die wachsende Förderfläche zu schaffen.
Der Tagebau trägt den Namen des nahe gelegenen Hambacher Forstes, dessen Reste seit Jahren Gegenstand öffentlicher Debatten über Energiegewinnung sind. Besucher sehen heute ein stark verändertes Gelände, in dem nur noch kleine Waldabschnitte an die ursprüngliche Landschaft erinnern.
Ein Aussichtspunkt am Rand ermöglicht Besuchern, die Grube und die riesigen Schaufelradbagger aus sicherer Entfernung zu betrachten. Der Zugang erfolgt über ausgeschilderte Routen, die Nähe zum aktiven Abbau ist nicht möglich.
Nach Abschluss des Abbaus um 2030 soll die Grube mit Rheinwasser gefüllt werden und einen der größten künstlichen Seen Europas bilden. Die Flutung wird mehrere Jahrzehnte dauern, da das ausgehobene Volumen enorm ist.
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