Schulschiff Deutschland, Museumsschiff im Neuer Hafen, Bremerhaven, Deutschland
Schulschiff Deutschland ist ein stählernes Segelschulschiff mit drei vollständig ragetakelten Masten, das heute im Neuen Hafen von Bremerhaven liegt und als schwimmendes Museum dient. Der Rumpf erreicht eine Länge von 86 Metern, und die 25 Segel spannen zusammen fast 2000 Quadratmeter Segelfläche auf.
Das Schiff lief 1927 vom Stapel der Werft Tecklenborg und bildete bis 1972 Kadetten der Handelsmarine aus, wobei es hauptsächlich in Nord- und Ostsee fuhr. Während des Zweiten Weltkriegs diente es vorübergehend als Lazarettschiff, wodurch es nach Kriegsende nicht als Reparation abgegeben werden musste.
Als letzter vollgetakelter Großsegler der deutschen Handelsflotte trägt das Schiff heute den Namen eines ähnlichen Vorgängers aus dem 19. Jahrhundert und erinnert an die Ausbildung junger Seeleute für die Handelsmarine. An Bord können Besucher nachvollziehen, wie sich Kadetten einst auf ein Leben zur See vorbereiteten und unter welchen Bedingungen sie während der Fahrten lebten.
Besucher können das Schiff im Rahmen von Führungen besichtigen, die einen Rundgang durch die verschiedenen Decks und Kabinen ermöglichen. Für Gruppen besteht die Möglichkeit, Räume an Bord für Veranstaltungen zu mieten oder in den historischen Kajüten zu übernachten.
Die Takelage mit ihren drei vollgetakelten Masten macht das Schiff zu einem der letzten erhaltenen Beispiele dieser Bauart in der deutschen Flotte. Auf den Masten verläuft ein Gewirr von Leinen und Blöcken, das früher von den Kadetten während ihrer Ausbildung geklettert und bedient werden musste.
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