Brückenanlage zwischen Altem und Neuem Hafen, Brückenkomplex zwischen Häfen in Bremerhaven, Deutschland
Die Brückenanlage zwischen Altem und Neuem Hafen überspannt einen 1925 bis 1927 ausgehobenen Verbindungskanal von 12,5 Metern Breite und 8 Metern Tiefe, scherzhaft Panamakanal genannt. Zwei Rollklappbrücken queren ihn: eine schmale Eisenbahnbrücke von 4,75 Metern Breite und 17,55 Metern Länge sowie eine breitere Straßenbrücke von 8,5 Metern Breite und 15,80 Metern Länge. Ein viergeschossiger verklinkerter Maschinenhausturm birgt über den Motoren den Steuerraum.
Weil die Schleuse von der Geeste zum Alten Hafen 1933 zugeschüttet wurde, entstand von 1925 bis 1927 ein 12,5 Meter breiter und 8 Meter tiefer Verbindungskanal zwischen Altem und Neuem Hafen, scherzhaft Panamakanal genannt. Zugleich wurden in der Verlängerung der H.-H.-Meier-Straße (ehemals Keilstraße) zwei Klappbrücken gebaut; offiziell in Betrieb genommen wurde die Anlage Anfang 1928. Seit 1992 steht sie unter Bremer Denkmalschutz.
Den 1925 bis 1927 ausgehobenen Verbindungskanal von 12,5 Metern Breite und 8 Metern Tiefe nannte man scherzhaft „Panamakanal“. Das Ensemble bewahrt seine Technik aus den 1920er Jahren; das Landesamt für Denkmalpflege Bremen nennt es ein vorzügliches Zeugnis der Hafen-, Verkehrs- und Brückenbautechnik. Im Obergeschoss des Maschinenhausturms liegt bis heute der Steuerraum mit Blick über die Anlage.
Die Brücken haben eine Durchfahrtshöhe von 5,51 Metern und können bei Stromausfällen durch ein spezielles Getriebe manuell bedient werden. Der Zugang ist immer möglich, und Besucher können die technischen Anlagen von außen einsehen.
Drei kleine Maschinenhäuser an jeder Brücke enthalten Elektromotoren und ein ausgeklügeltes Getriebesystem, das ohne Strom von Hand betätigt werden kann. Dieses Notfallsystem beweist die Zuverlässigkeit einer über 100 Jahre alten Ingenieurslösung.
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