Degodehaus, Mittelalterliches Fachwerkhaus im Zentrum von Oldenburg, Deutschland
Das Degodehaus ist ein Fachwerkgebäude im Zentrum von Oldenburg, das 1502 erbaut wurde und sich durch handwerklich gefertigte Holzkonstruktionen auszeichnet. Die sichtbaren Holzbalken bilden das tragende Gerüst der Außenwände und inneren Struktur, während die wertvollen Deckenmalereien das Innere prägen.
Das Haus wurde 1502 errichtet und ist der einzige Überlebende des verheerenden Stadtbrandes von 1676, der Oldenburg größtenteils zerstörte. Es steht als Zeugnis der mittelalterlichen Architektur der Stadt und zeigt, wie Gebäude dieser Zeit gebaut wurden.
Die Zimmerdecke aus 1645 zeigt detaillierte Darstellungen der vier Erdteile und spiegelt das geographische Wissen und die Kunststile dieser Zeit wider. Diese Malerei erzählt von einem wohlhabenden Hausbesitzer, der sich die besten Künstler leisten konnte.
Das Gebäude befindet sich auf dem Markt 24 im Zentrum und funktioniert heute als Schuhgeschäft, das die Innenräume für Besucher zugänglich macht. Es lohnt sich, einen Blick hinein zu werfen, wenn man in der Gegend unterwegs ist, um die alte Handwerkskunst und die Deckenmalerei zu sehen.
Die ursprünglichen Deckenmalereien waren über 200 Jahre lang unter Gips verborgen und wurden erst 1992 entdeckt und restauriert. Diese Wiederentdeckung brachte die farbige Schönheit wieder ans Licht und zeigte, was Restauratoren unter modernen Überputzungen finden können.
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