Elisabeth-Anna-Palais, Barockpalais in Oldenburg, Deutschland
Das Elisabeth-Anna-Palais ist ein Backsteinbau aus der Kaiserzeit mit einem charakteristischen Zwiebeldach-Turm an der südöstlichen Ecke, das sich nordöstlich des Schlossgartens Oldenburg befindet. Der fünfstöckige Komplex kombiniert Elemente des Historismus und zeigt eine aufwendig gestaltete Fassade mit verschiedenen Fenstertypen und dekorativen Details.
Das Palais entstand zwischen 1894 und 1896 auf Befehl des Großherzogs Friedrich August, der es nach seiner verstorbenen ersten Gemahlin Elisabeth Anna von Preußen benannte. Nach der Revolution von 1918 endete die Nutzung als fürstliche Residenz und das Gebäude wurde einer neuen Bestimmung zugeführt.
Der Bau zeigt, wie die Residenzen der deutschen Adligen während der Kaiserzeit aussahen und welche Rolle sie im Stadtbild spielten. Man sieht hier den Stil einer wohlhabenden fürstlichen Familie, die ihre Macht durch prächtige Architektur ausdrückte.
Das Gebäude beherbergt heute das Landessozialgericht und ist von außen gut zu sehen, auch wenn die inneren Räume nicht regelmäßig für Besucher zugänglich sind. Wer vorbeikommt, kann die rote Backsteinarchitektur und den markanten Turm in der südöstlichen Ecke deutlich von der umgebenden Straße aus erkennen.
Das Palais wurde in den 1960er Jahren stark verändert, als der Küchenflügel abgerissen wurde, um Platz für die neue Schlosswall-Straße zu schaffen. Diese Anpassung zeigt, wie sich die Stadt modernisiert hat und das historische Gebäude dabei an die neuen städtischen Bedürfnisse angepasst wurde.
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