Monte Schlacko, Aussichtspunkt und Abraumhalde in Nordrhein-Westfalen, Deutschland.
Der Monte Schlacko ist eine künstlich aufgeschüttete Halde in der industriellen Region Nordrhein-Westfalens, entstanden aus Schlackeresten früherer Stahlproduktion. Der Gipfel liegt auf einer Höhe von rund 370 Metern über dem Meeresspiegel und bietet von oben einen weiten Blick über die umliegende Landschaft.
Der Hügel entstand durch die Schlackeablagerungen des Industriekomplexes Bremer Hütte, der von 1873 bis 1930 in Betrieb war und das Material per Seilbahn auf den Hügel transportierte. Nach der Stilllegung wurde das Gelände nicht abgetragen, sondern blieb erhalten und prägte die Landschaft dauerhaft.
Die Vegetation auf dem Monte Schlacko ist ungewöhnlich: Orchideen und seltene Insekten haben sich an den metallarmen, nährstoffarmen Boden angepasst und bilden dort eine eigene Gemeinschaft. Wer genau hinschaut, entdeckt auf dem Hügel eine Pflanzenwelt, die man in einer typischen Industrieregion nicht erwarten würde.
Mehrere Wanderwege führen auf den Gipfel und verbinden ihn mit den umliegenden Stadtteilen; festes Schuhwerk wird empfohlen, da die Wege je nach Witterung rutschig sein können. Der Aufstieg ist moderat anspruchsvoll und für die meisten Besucher ohne besondere Vorbereitung machbar.
Das Wappen von Klafeld-Geisweid zeigt den Monte Schlacko seit 1952 als offizielles Symbol der Gemeinde. Damit ist ein ehemaliger Industrieabfallhügel zu einem offiziellen Zeichen lokaler Identität geworden.
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