Palais Oppenheim, Neubarocke Villa in Bayenthal, Deutschland.
Gustav-Heinemann-Ufer 144 ist eine neobarocke Villa aus Kalkstein am Rheinufer im Kölner Stadtteil Bayenthal mit neun Fensterachsen und halbrunden Vorsprüngen mit Balkonen zur Flussseite hin. Die Fassade ist symmetrisch aufgebaut und gehört zu den aufwendigsten Privatbauten, die im frühen 20. Jahrhundert entlang des Rheins in Köln errichtet wurden.
Die Villa wurde 1906 bis 1908 von den Architekten Mewes und Bischoff für den Bankier Emil von Oppenheim erbaut und ersetzte ein älteres Gebäude auf demselben Grundstück. In den folgenden Jahrzehnten wechselte das Anwesen mehrfach die Nutzung, bevor es schließlich von Lempertz als Hauptsitz übernommen wurde.
Das Gebäude beherbergt heute das Auktionshaus Lempertz, eines der ältesten Kunstauktionshäuser Deutschlands, das von hier aus internationale Versteigerungen organisiert. Wer an einer Auktion teilnimmt, betritt Räume, die noch heute mit ihrer originalen Innenausstattung aus der Kaiserzeit beeindrucken.
Das Gebäude ist vom Rheinuferweg aus gut sichtbar, und die Fassade lässt sich von der Straßenseite aus in Ruhe betrachten. Da es sich um ein privates Bürogebäude handelt, ist der Innenbereich in der Regel nur bei offiziellen Veranstaltungen oder Auktionen zugänglich.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude zu einem befestigten Verwaltungszentrum umgebaut und gegen Bombenangriffe gesichert. Spuren dieser Kriegszeit sind noch heute in Teilen des Gebäudes sichtbar.
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