Madrasa of Amir Sunqur Sa'di, Mamluk Madrasa in Cairo, Egypt
Die Madrasa des Amir Sunqur Sa'di ist ein religiöses Schulgebäude aus der Mamluk-Zeit in Kairo, das auch ein Mausoleum und einen Raum für geistliche Versammlungen enthält. Die Struktur umfasst einen hohen Minarett, eine große Kuppel und Wände mit farbigen Steinbändern, die etwa 32 Meter in die Höhe ragen.
Das Gebäude wurde in den frühen 1300er Jahren während der Mamluk-Herrschaft errichtet und diente zunächst als Koranschule für den sunnitischen Islam. Im 17. Jahrhundert wurde es zur Herberge für die Mevlevi-Gruppe, eine Sufi-Gemeinschaft, bekannt für ihre drehendem Zeremonien, die dem Ort neues geistliches Leben schenkten.
Der Name des Komplexes ehrt Sunqur Sa'di, einen einflussreichen Militärführer aus der Mamluk-Zeit, dessen Gründung das Gebäude für Generationen prägte. Heute zeigen sich kulturelle Spuren in den arabischen Inschriften und den literarischen Verzierungen, die Geschichten aus klassischen Erzählsammlungen darstellen.
Besucher können das Gebäude am besten bei Tageslicht erkunden, wenn die geschnitzten Details und geometrischen Muster der Fassade deutlich sichtbar sind. Der Ort liegt in der Nähe anderer Mamluk-Bauten im Viertel Al-Darb al-Ahmar, wodurch sich eine zusammenhängende historische Erkundung ermöglicht.
Der Mausoleumsraum wurde ungewöhnlich mit arabischen Inschriften versehen, die keine religiösen Verse sind, sondern Geschichten aus einer berühmten Erzählsammlung namens Maqamat al-Hariri enthalten. Diese Wahl offenbart die literarischen Vorlieben des Gründers und unterscheidet diesen Raum von typischen islamischen Gräbern.
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