Gesher Benot Ya’aqov, Archäologische Stätte in den Golanhöhen, Israel.
Gesher Benot Ya'aqov ist eine archäologische Ausgrabungsstätte am Ufer des Jordans in den Golanhöhen in Israel. Das Gelände besteht aus übereinanderliegenden Sedimentschichten, die Steinwerkzeuge, Tierknochen und Pflanzenreste enthalten.
Systematische Ausgrabungen begannen in den späten 1980er Jahren und förderten Funde zutage, die rund 800.000 Jahre alt sind und damit weit in die Altsteinzeit zurückreichen. Die Stätte belegt, dass frühe Hominiden diesen Flussabschnitt über außerordentlich lange Zeiträume immer wieder aufgesucht haben.
Die Funde aus Gesher Benot Ya'aqov zeigen, wie frühe Menschen Werkzeuge aus Feuerstein herstellten und Pflanzen aus der Umgebung sammelten und nutzten. Diese alltäglichen Spuren geben einen direkten Einblick in das Leben an einem Flussufer vor langer Zeit.
Das Gelände liegt im Freien am Jordanufer und bietet keinen Schatten, weshalb ein Besuch in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag angenehmer ist. Festes Schuhwerk wird empfohlen, da der Untergrund uneben ist und von Flussvegetation durchzogen wird.
In Gesher Benot Ya'aqov wurden verkohlte Holz- und Samenfunde entdeckt, die als frühester bekannter Beleg für die kontrollierte Nutzung von Feuer durch den Menschen gelten. Dieser Fund verschob das bisher angenommene Datum für diese Fähigkeit um Hunderttausende von Jahren zurück.
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