Daihōon-ji, Buddhistischer Tempel in Kamigyō-ku, Kyoto, Japan.
Daihōon-ji ist ein buddhistischer Tempel im Bezirk Kamigyō-ku in Kyoto, der das älteste erhaltene Holzgebäude im Stadtzentrum besitzt. Die Haupthalle zeigt deutliche Spuren vergangener Kämpfe, darunter Pfeileinschläge und Hiebnarben auf den Holzbalken.
Der Mönch Gikū gründete diesen Ort im Jahr 1221 als religiösen Zufluchtsort während politisch unruhiger Zeiten. Mehrere verheerende Brände während des Ōnin-Krieges verschonten dennoch die Haupthalle, die heute als Nationalschatz Japans gilt.
Der Name leitet sich von einem buddhistischen Ausdruck für große Dankbarkeit ab und spiegelt die Lehren der Tendai-Schule wider. Besucher können heute die Holzarchitektur betrachten und erleben, wie Mönche das Gelände für stille Meditation und tägliche Rituale nutzen.
Das Gelände liegt in einem ruhigen Wohnviertel und ist zu Fuß von den belebteren Straßen aus gut zu erreichen. Die Wege sind eben und für die meisten Besucher leicht begehbar, während die Besichtigung meist weniger als eine Stunde dauert.
Ein kleiner Hügel auf dem Gelände ehrt die Frau eines Zimmermanns, deren Ratschlag während des Baus der Haupthalle eine wichtige Konstruktionslösung ermöglichte. Ihr Eingriff verhinderte eine kostspielige Verzögerung und wurde durch dieses bescheidene Denkmal gewürdigt.
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