Jurakudai, Palast aus dem 16. Jahrhundert im Bezirk Kamigyō, Kyoto, Japan
Jurakudai war eine befestigte Residenz in Kamigyō, Kyōto, mit massiven Mauern und einem Wassergraben, deren Fläche fast der des Kaiserpalastbezirks entsprach. Die Anlage umfasste mehrere Gebäude, Gärten und Innenhöfe, die zusammen ein imposantes städtisches Machtzentrum bildeten.
Die Errichtung begann 1586 auf Befehl von Toyotomi Hideyoshi nach seiner Ernennung zum Kampaku und dauerte neunzehn Monate. Die Anlage wurde später auf seinen Befehl hin abgerissen, wobei Teile an Tempel in Kyōto verteilt wurden.
Der Name bedeutet wörtlich „Vergnügungspalast
Steinmarkierungen nahe der Imadegawa-Station zeigen die ursprüngliche Lage, während erhaltene Bauteile in Nishi Hongan-ji und Daitoku-ji zu sehen sind. Die Stätte selbst ist öffentlich zugänglich, doch die rekonstruierten Elemente befinden sich innerhalb der Tempelanlagen.
Archäologische Grabungen brachten mit Blattgold bedeckte Dachziegel zutage, die das außergewöhnliche Dekorniveau bestätigen. Der Fundort liegt heute unter modernen Straßen und Wohngebäuden, doch die Ziegelfragmente werden in lokalen Museen aufbewahrt.
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