高瀬川一之船入, Historischer Anlegeplatz am Takase-Fluss in Nakagyo-ku, Japan.
高瀬川一之船入 (Takasegawa Ichi no Funairi) ist ein historischer Anlegeplatz am Takase-Fluss im Stadtteil Nakagyō-ku in Kyoto, Japan. Das Ufer ist mit Steinmauern befestigt, und der Anleger bildet eine kleine ruhige Bucht, in der Frachtschiffe einst be- und entladen wurden.
Ein wohlhabender Händler namens Suminokura Ryōi ließ den Takase-Fluss und diesen Anlegeplatz zu Beginn des 17. Jahrhunderts anlegen, um Waren zwischen Kyoto und Fushimi zu transportieren. Der Kanal blieb über zwei Jahrhunderte lang in Betrieb und verlor erst mit dem Aufkommen modernerer Transportwege seine Bedeutung.
Entlang des Kais ist heute ein flachbodeniges Frachtschiff, ein Takasebune, ausgestellt, das man aus nächster Nähe betrachten kann. Solche Schiffe waren einst ein alltäglicher Anblick auf dem Fluss und prägten das Leben des Stadtviertels.
Der Ort befindet sich an der Kiyamachi-Straße, einer belebten Gasse im Zentrum von Kyoto, und ist zu Fuß gut zu erreichen. Ein Besuch lohnt sich besonders in der Dämmerung, wenn die Beleuchtung entlang des Flussufers die Steinmauern besonders gut zur Geltung bringt.
Der Takase-Fluss ist mit einer Tiefe von nur etwa 30 Zentimetern außergewöhnlich flach, was ihn für normale Boote unbrauchbar macht und den Bau der speziellen flachbodenigen Takasebune-Schiffe notwendig machte. Diese ungewöhnliche Eigenschaft des Kanals war keine Schwäche, sondern eine bewusste Entscheidung, um Kosten und Aufwand bei der Anlage zu reduzieren.
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