Nationalpark Circeo, Geschütztes Küstengebiet in Latium, Italien
Der Circeo-Nationalpark ist ein Küstenschutzgebiet in der Provinz Latina in Latium, das sich über den südlichen Teil der tyrrhenischen Küste erstreckt. Das Gebiet umfasst einen Kalksteinvorsprung, vier Küstenseen, Sanddünen und den dichten Wald Selva di Circe mit einem verzweigten Netz von Wegen durch mediterrane Vegetation.
Die Regierung gründete das Schutzgebiet im Jahr 1934, um die letzten verbliebenen Abschnitte der Pontinischen Sümpfe während ihrer Trockenlegung zu bewahren. Diese Entscheidung bewahrte die ebenen Wälder und Feuchtgebiete vor der großflächigen landwirtschaftlichen Umwandlung, die weite Teile der umliegenden Landschaft veränderte.
Der Name leitet sich von der mythischen Zauberin Kirke ab, die nach antiker Überlieferung an diesem Küstenabschnitt lebte. Heute sieht man überall Hinweise auf diese Verbindung, von den Ortsnamen entlang der Küste bis zu den Darstellungen der Figur in kleinen Museen der Region.
Mehrere Wanderwege führen durch den Wald und entlang der Seen, wo man zwischen Herbst und Frühjahr oft Zugvögel beobachten kann. Die Höhlen am Vorsprung sind über markierte Pfade erreichbar, die teilweise felsiges Gelände durchqueren.
Der ebene Wald hier gilt als der größte seiner Art in Italien und beherbergt zeitweilige Sümpfe, die sich im Herbst zwischen Korkeichen, Zerreichen und Lorbeerbäumen bilden. Diese Feuchtgebiete verschwinden im Sommer wieder und schaffen einen sich wandelnden Lebensraum für zahlreiche Tierarten.
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