Villa Volpi, Neoklassizistische Villa in Sabaudia, Italien.
Die Villa Volpi ist eine neoklassizistische Villa auf der Düne von Sabaudia mit Blick auf das Tyrrhenische Meer, innerhalb des Nationalparks Circeo. Sie hat zwei Ebenen: einen von einer Kolonnade umgebenen Mittelbau, der einem klassischen Tempel gleicht, von dem zwei Seitenflügel in leichter Kurve ausgehen. Eine szenografische Treppe führt über die Düne und ermöglicht den Zugang vom Meer aus.
Die Gräfin Nathalie Volpi beauftragte 1952 den Architekten Tomaso Buzzi mit der Gestaltung dieses Wohnhauses, das nach ihrem Ehemann Giuseppe Volpi benannt ist, dem Gründer der Filmfestspiele von Venedig. Das Haus entstand in einer Zeit, als dieser Küstenstrich sich zu einem begehrten Wohnort entwickelte.
Der Name der Villa erinnert an Giuseppe Volpi, den Gründer der Filmfestspiele von Venedig; die Inschrift am Fries des Gebälks würdigt ihn als Förderer der Künste. Das Gebäude ist in Divorzio all'italiana, Per grazia ricevuta und Compagni di scuola zu sehen, sodass seine Kolonnade und die zum Meer führende Treppe dem italienischen Kinopublikum vertraut sind.
Die Villa Volpi steht auf der Düne von Sabaudia innerhalb des Nationalparks Circeo, dem Tyrrhenischen Meer zugewandt. Eine szenografische, durch die Düne geführte Treppe verbindet die Villa mit dem darunterliegenden Strand; die Annäherung vom Ufer erfolgt zu Fuß über Sand und Stufen. Das Gebäude ist privat und nicht zu besichtigen.
Die Inschrift am Fries lautet „IN MEMORIA DI GIVSEPPE VOLPI CONTE DI MISVRATA CVLTORE DELLE BELLE ARTI XIX XI MCMLIXAD“, mit klassischem V statt U und der Jahreszahl 1959, sieben Jahre nach der Beauftragung der Villa. Da Giuseppe Volpi bereits 1943 gestorben war, vollendete seine Witwe Nathalie den Bau als Gedenkstätte.
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