Hollow Dogū, Tonfigur im Jomon Kulturzentrum in Hakodate, Japan
Der Hollow Dogū ist eine etwa 42 Zentimeter hohe Tonfigur aus der späten Jomon-Zeit, die an der Jomon-Kulturzentrum in Hakodate ausgestellt ist. Der kleine Körper hat eine hohle Struktur und ist mit geometrischen Mustern bedeckt, die sorgfältig in den feuchten Ton eingraviert wurden.
Diese Figur stammt aus der späten Jomon-Zeit vor etwa 3.500 Jahren und wurde 1975 von einem Bauern zufällig gefunden, der gerade auf seinem Feld Kartoffeln erntete. Der Fund in Minamikayabe zeigt, wie alte Kunstwerke manchmal völlig unerwartet ans Licht kommen.
Die Figur zeigt die Handwerksfähigkeit der Jomon-Künstler durch ihre hohle Bauweise und die feinen Oberflächenmuster, die religiöse und fruchtbarkeitsbezogene Bedeutungen ausdrücken. Menschen konnten diese fortgeschrittenen Techniken bewundern, die zeigen, wie tief die künstlerische Tradition in dieser Zeit verankert war.
Das Kunstwerk befindet sich im Jomon-Kulturzentrum in Hakodate und wird mit spezieller Beleuchtung präsentiert, die die feinen Details der Oberfläche hervorhebt. Besucher sollten sich Zeit nehmen, um die zarten Muster aus verschiedenen Winkeln zu betrachten, da die kleine Größe Ruhe und Nähe erfordert.
Die Figur erhielt den Spitznamen 'Kakku' durch einen öffentlichen Namenswettbewerb und reiste als kulturelle Botschafterin zur British Museum und zum G8-Gipfel. Diese ungewöhnliche Reise zeigt, wie ein altes Kunstwerk aus dem Jomon-Zeitalter zur modernen Kulturbotschaft werden konnte.
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