Tateyama Air-raid Shelter, Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg nahe dem Geschichtsmuseum, Nagasaki, Japan.
Das Tateyama Air-raid Shelter ist ein unterirdisches Tunnelsystem in Nagasaki, das aus mehreren verbundenen Räumen besteht und mit Beton und Metallstützen gesichert ist. Es diente als behördliches Kommandozentrum im Zweiten Weltkrieg und ist eines der wenigen erhaltenen Bauwerke seiner Art in der Stadt.
Das Tunnelsystem wurde in den frühen 1940er Jahren gebaut, um die Mitarbeiter der Stadtverwaltung vor Luftangriffen zu schützen. Am 9. August 1945, dem Tag des Atombombenabwurfs auf Nagasaki, befanden sich Beamte in diesem Bunker und leiteten von dort aus die ersten Notfallmaßnahmen.
Die Anlage zeigt, wie Beamte der Stadtverwaltung während des Angriffs unter der Erde arbeiteten und versuchten, die Lage zu koordinieren. Wer die Räume betritt, bekommt ein konkretes Bild davon, wie das Leben in solch einem unterirdischen Raum während des Krieges ausgesehen hat.
Das Shelter liegt im Stadtteil Tateyama und ist von der Innenstadt Nagasakis zu Fuß oder mit der Straßenbahn erreichbar. Im Inneren empfiehlt es sich, festes Schuhwerk zu tragen, da der Boden uneben ist und die Beleuchtung gering.
Der Bunker befindet sich nur etwa 2,7 Kilometer vom Explosionszentrum der Atombombe entfernt, was erklärt, warum die Beamten trotz der Erschütterungen weiterarbeiten konnten. Die Tunnelwände zeigen noch heute sichtbare Druckspuren, die von der Detonation stammen.
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