Siebold Memorial Museum, Biografisches Museum in Nagasaki, Japan.
Das Siebold-Gedenkmuseum zeigt über 200 Objekte in sechs Kategorien, die das Leben und die wissenschaftlichen Arbeiten des deutschen Arztes Philipp Franz von Siebold dokumentieren. Die Sammlung umfasst seine Feldnotizen, naturkundliche Zeichnungen und persönliche Gegenstände, die seine Forschungsarbeit in Japan verdeutlichen.
Siebold kam in den 1820er Jahren als Arzt nach Japan und dokumentierte intensive Forschungen zur lokalen Naturkunde sowie medizinischen Praktiken. Das Museum selbst wurde 1989 eröffnet und orientiert sich architektonisch an seinem früheren Wohnhaus in Leiden, wobei es neben dem Gelände der ehemaligen Schule Narutaki-juku aus dem Jahr 1824 errichtet wurde.
Das Museum zeigt Siebolds Forschungen zu japanischen Pflanzen und Tieren sowie seine Familie durch seine japanische Ehefrau Kusumoto Taki und ihre Tochter Ine. Seine wissenschaftliche Arbeit verdeutlicht, wie westliche und japanische Wissensbestände zu dieser Zeit aufeinandertrafen.
Das Museum ist in einer Replik von Siebolds Wohnhaus in Leiden untergebracht, was den Besuch authentisch und nahbar macht. Die Lage neben dem historischen Schulgelände ermöglicht es, den Ort in seiner ursprünglichen geografischen und akademischen Umgebung zu erkunden.
Der Ort beherbergt zwei original Brunnen und einen Baum, die von Siebold selbst gepflanzt oder genutzt wurden und das tägliche Leben an seiner Schule nachempfindbar machen. Die japanische Regierung erkannte diesen Bereich bereits 1922 als National Historic Site an, lange bevor das Museum entstanden ist.
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