Shichijo Bridge, Stahlbetonbrücke in Kyoto, Japan.
Die Shichijo-Brucke uberspannt mit funf Bogenfeldern den Kamo-Fluss und zeigt aufwendige Verzierungen im Stil der Sezession an Balustrade und Pfeilern. Die Struktur verbindet zwei Bezirke und dient sowohl dem Fusganger- als auch dem Fahrzeugverkehr.
Das Bauwerk wurde zwischen 1911 und 1913 errichtet und zeigt die fruehere Anwendung von Stahlbetonbautechnik in Japan waehrend der letzten Jahre der Meiji-Zeit. Diese Technologie stellte einen bedeutenden Fortschritt in der Bruckenkonstruktion des Landes dar.
Die Metallgeländer, die nach dem Zweiten Weltkrieg installiert wurden, zeigen Muster, die von der Tradition der Dreitausendfpfeile des nahe gelegenen Sanjusangendo-Tempels inspiriert sind. Diese Verzierungen verbinden das Bauwerk mit der spirituellen Geschichte des Viertels.
Die Brucke liegt zwischen den Bezirken Higashiyama und Shimogyo und verbindet beide Seiten des Flusses. Fussgaenger konnen das Bauwerk tagssueber jederzeit uberqueren und dabei die Architekturdetails beobachten.
Das Bauwerk trotzte der verheerenden Flut von 1935, die andere Bruecken zerstoerte, und bewies damit die Wirksamkeit seines Hochwasserschutzsystems. Seine Widerstandsfaehigkeit machte es zu einer der wenigen Strukturen, die diese Naturkatastrophe ueberstand.
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