Nationalmuseum Kyōto, Nationalmuseum im Bezirk Higashiyama, Kyoto, Japan.
Das Kyoto National Museum ist ein nationales Museum im Stadtteil Higashiyama in Kyoto, Japan, dessen Hauptgebäude aus rotem Backstein im Stil der französischen Renaissance gestaltet ist. Die Sammlung umfasst japanische Kunst und kulturelle Objekte aus verschiedenen Epochen, die in zwei Gebäuden auf dem Gelände gezeigt werden.
Kaiser Meiji ließ das Museum 1897 gründen, um religiöse Kunst und andere Schätze aus Tempeln und Schreinen in Kyoto zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Architekt Katayama Tokuma entwarf das Hauptgebäude nach europäischem Vorbild, das damals in Japan eine neue architektonische Richtung darstellte.
Seit seiner Eröffnung sammelt das Haus Werke aus mehr als tausend Jahren japanischer Kunstgeschichte, vor allem Skulpturen, Gemälde, Keramik und Textilien aus Kyoto und dem Umland. Besucher sehen heute Objekte, die früher in buddhistischen Tempeln oder Shinto-Schreinen aufbewahrt wurden und dort oft nur zu besonderen Anlässen gezeigt werden konnten.
Das ältere Gebäude Meiji Koto-kan zeigt wechselnde Sonderausstellungen, während das neuere Heisei Chishin-kan die Dauerausstellung beherbergt und beide täglich zwischen 9:30 und 17:00 Uhr geöffnet sind. Einige Werke werden nur zu bestimmten Jahreszeiten gezeigt, daher lohnt sich ein Blick auf das aktuelle Programm vor dem Besuch.
Viele der hier ausgestellten Objekte bleiben Eigentum der Tempel und Schreine, die sie als langfristige Leihgaben zur Verfügung stellen, sodass das Museum als Vermittler zwischen religiösen Gemeinschaften und Besuchern fungiert. Diese Praxis ermöglicht es, empfindliche oder heilige Werke unter kontrollierten Bedingungen zu zeigen, ohne sie dauerhaft aus ihrem spirituellen Zusammenhang zu lösen.
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