Schwarze Wand, Hinrichtungsstätte im Konzentrationslager Auschwitz I, Polen.
Die Todeswand aus Auschwitz steht im schmalen Durchgang zwischen zwei Backsteingebäuden im Stammlager und besteht aus dunklem Beton mit einer schlichten Oberfläche. Die Wand misst mehrere Meter in der Breite und bildet eine freistehende Barriere, vor der ein kleiner gepflasterter Platz liegt.
Deutsche Besatzer nutzten diesen Ort ab 1941 für Hinrichtungen polnischer Widerstandskämpfer und sowjetischer Kriegsgefangener durch Erschießungskommandos. Nach der Befreiung baute das Museum die Wand nach historischen Dokumenten wieder auf, um an die Verbrechen zu erinnern.
Die schwarze Betonwand trägt heute Blumenkränze und brennende Kerzen, die Besucher aus aller Welt niederlegen. Dieser Ort zeigt, wie Menschen durch stille Gesten das Andenken an die Ermordeten bewahren und ihre Anteilnahme ausdrücken.
Der Zugang erfolgt über den markierten Rundgang durch das Hauptlager, wobei Besucher den Innenhof zwischen den Blöcken betreten. Die Stelle liegt in der Mitte des Geländes und ist während der gesamten Öffnungszeit des Museums zu besichtigen.
Unter dem gepflasterten Boden vor der Wand verliefen früher Abflussrinnen, die das Blut der Opfer ableiten sollten. Diese technische Anlage zeigt die kalte Planung hinter den Massenhinrichtungen an diesem Ort.
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