Schiffsfriedhof von Nouadhibou, Schiffsfriedhof in der Bucht von Nouadhibou, Mauretanien.
Der Schiffsfriedhof von Nouadhibou ist eine ausgedehnte Ansammlung verlassener Schiffe vor der mauretanischen Küste, wo über 300 verrostete Wracks im flachen Wasser liegen. Die Rümpfe ragen teilweise aus dem Wasser, manche umgeben von Sand und Tang, andere noch teilweise aufrecht in der Bucht stehend.
Die Schiffe begannen sich in den 1980er Jahren zu häufen, als Eigner Gebühren zahlten, um alte Fahrzeuge hier zu entsorgen, anstatt sie ordnungsgemäß zu verschrotten. Die Praxis setzte sich in den folgenden Jahrzehnten fort, trotz internationaler Bedenken wegen der Umweltbelastung durch die Wracks.
Arbeiter suchen in den verlassenen Schiffen nach verwertbarem Metall und nutzen die Wracks als Quelle für Materialien, die sie in den Werkstätten der Stadt weiterverkaufen. Einige Einheimische führen Besucher per Boot zwischen den verrosteten Rumpfen hindurch und erzählen dabei von den Geschichten hinter den gestrandeten Schiffen.
Man kann die Wracks vom Ufer aus beobachten oder mit Einheimischen eine Bootstour zwischen den Schiffen vereinbaren. Der Zugang ist am einfachsten bei Ebbe, wenn mehr Rümpfe sichtbar werden und die Temperaturen am Morgen angenehmer sind.
Die verrottenden Schiffe haben unter der Wasseroberfläche künstliche Riffe gebildet, die Fischarten anziehen und Lebensräume für Meerestiere schaffen. Einige Fischer nutzen die Nähe der Wracks, um Fang einzuholen, da sich dort Schwärme versammeln.
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