Monastery of San Francisco Catacombs and Museum, Koloniale Katakomben und religiöses Museum im Historischen Zentrum, Peru.
Das Franziskaner-Kloster ist ein Komplex aus unterirdischen Kammern und Museumsräumen im historischen Zentrum Limas mit einer bedeutenden religiösen Sammlung. Die Katakomben bestehen aus gewölbten Passagen und Kammern, die mit menschlichen Resten angeordnet sind, während das Museum koloniale Kunstwerke, religiöse Objekte und eine umfangreiche Bibliothek beherbergt.
Die Anlage wurde im 16. Jahrhundert gegründet und diente bis 1808 als Begräbnisstätte für die wachsende koloniale Bevölkerung Limas. Der Übergang vom aktiven Begräbnisplatz zur heutigen Museum fand statt, als die Stadt sich ausdehnte und neue Friedhofsflächen außerhalb des Zentrums entstanden.
Die Klosterbibliothek beherbergt religiöse Gemälde, auf denen lokale Künstler biblische Szenen mit peruanischen Elementen wie heimischen Pflanzen und Tieren dargestellt haben. Diese Werke zeigen, wie die Bewohner der Kolonialzeit ihre Glaubensvorstellungen durch ihre eigene kulturelle Perspektive ausdrückten.
Die Besichtigung erfolgt in geführten Touren, die durch die gewölbten Gänge führen und mehrere Stunden dauern können. Es ist ratsam, bequeme Schuhe zu tragen und sich auf enge, kühle Räume vorzubereiten, da die unterirdischen Bereiche schummerig sind und die Temperaturen ganzjährig konstant bleiben.
Ein Gemälde des Letzten Abendmahls in der Refektorium zeigt eine überraschende Fusion: Statt Brot und Wein sind auf dem Tisch lokale Produkte wie Kartoffeln und Meerschweinchen dargestellt. Diese künstlerische Wahl macht deutlich, wie koloniale Künstler religiöse europäische Motive an ihre lokale Realität anpassten.
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