Amiens Cathedral Maze, Mittelalterliches Labyrinth in der Kathedrale von Amiens, Frankreich.
Das Labyrinth der Amiens-Kathedrale ist ein achteckiges Muster aus schwarzen und gelbweißen Fliesen, das etwa 12 Meter im Durchmesser misst und den Boden des Kirchenschiffs schmückt. Die geometrischen Formen bilden einen zusammenhängenden Pfad, der von der Peripherie zum Mittelpunkt führt, wo eine Medaille die Bauherren und Bischöfe der Kathedrale ehrt.
Das Labyrinth wurde 1288 ursprünglich in den Boden der Kathedrale eingefügt und war Teil der mittelalterlichen Ausstattung des Gotteshauses. Nach der Zerstörung durch Vandalismus im Jahr 1825 rekonstruierten Handwerker es 1894 nach den erhaltenen Plänen.
Der Name des Labyrinths erinnert an die mittelalterliche Praxis der spirituellen Reise, die Besucher durchlaufen konnten, um heilige Orte symbolisch zu erleben. Heute können Besucher die gleichen Wege betreten und die geometrischen Muster beobachten, die diesen meditativen Weg strukturieren.
Das Labyrinth befindet sich in der Nähe des Eingangs der Kathedrale in der Navensection und ist für Besucher leicht zugänglich. Die beste Zeit für einen Besuch ist der frühe Morgen oder späte Nachmittag, wenn weniger Touristen anwesend sind und man den Weg in Ruhe gehen kann.
Der zentrale Medaille enthält die Namen von Robert de Luzarches, Thomas de Cormont und Regnault, den drei Architekten, die die Kathedrale entworfen haben. Dieser seltene Moment der Anerkennung zeigt, wie diese Handwerker trotz ihrer bedeutenden Leistung in der mittelalterlichen Gesellschaft meist unbekannt blieben.
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