Palace of the Porphyrogenitus, Byzantinisches Palastmuseum in Ayvansaray, Türkei
Der Palast des Porphyrogenitos ist ein dreistöckiges Gebäude aus Stein und Backstein in Ayvansaray, Istanbul, das zwischen den Stadttoren Edirnekapı und Eğrikapı an den alten Theodosianischen Mauern steht. Die Fassade zeigt abwechselnde Schichten aus Stein und Backstein mit geometrischen Mustern, und im Inneren sind mehrere offene Räume über die drei Etagen verteilt.
Der Palast wurde im späten 13. Jahrhundert als Teil des Blachernae-Palastkomplexes errichtet und diente der byzantinischen Kaiserfamilie als Residenz bis zum Fall Konstantinopels im Jahr 1453. Danach nutzten die Osmanen das Gebäude für verschiedene Zwecke um und veränderten es dabei erheblich.
Der Name "Porphyrogenitos" bedeutet auf Griechisch "im Purpur geboren" und bezeichnete Kinder, die im Kaiserpalast zur Welt kamen. Wer die Mauern genau betrachtet, erkennt noch heute die sorgfältig gesetzten Ziegelmuster, die die byzantinischen Handwerker hinterlassen haben.
Das Gebäude liegt entlang der alten Stadtmauern und ist zu Fuß von der Küste des Goldenen Horns aus erreichbar, wobei das Gelände uneben sein kann. Es lohnt sich, festes Schuhwerk zu tragen und genug Zeit einzuplanen, um auch die umliegenden Mauerabschnitte in Ruhe zu erkunden.
Während der Osmanenzeit wurde das Gebäude zu einer Werkstatt umfunktioniert, in der Keramikfliesen für kaiserliche Bauten in der ganzen Stadt hergestellt wurden, weshalb es auf Türkisch auch als Tekfur Sarayı bekannt ist. Der Name Tekfur ist eine osmanische Ableitung des griechischen Titels für einen provinziellen Herrscher, nicht für einen Kaiser.
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