Odalar-Moschee, Byzantinische Moschee im Stadtteil Salmatomruk, Istanbul, Türkei
Das Odalar-Moschee ist ein Bauwerk mit byzantinischer Architektur, das aus drei östlichen Abschnitten besteht: einen zentralen Bereich und zwei Seitenräume, die über die Hauptstruktur hinausragen. Die Anlage bietet einen Einblick in die mittelalterliche Gestaltung sakraler Räume in Konstantinopel.
Das Gebäude entstand zwischen dem 9. und 10. Jahrhundert als orthodoxe Kirche und wurde 1475 in eine katholische Kirche umgewandelt. 1640 erhielt es seine heutige Funktion als Moschee, wobei es seine ursprüngliche Struktur behielt.
Das Gebäude zeigt religiöse Schichten verschiedener Gläubiger, die über Jahrhunderte hinweg hier beteten und ihre eigenen Spuren hinterließen. Besucher können diese Überlagerungen in den Räumen selbst erkennen und verstehen, wie ein Ort seine Bedeutung wechseln kann.
Die Überreste befinden sich in der Nähe des Edirne-Tors, wo archäologische Spuren in den Höfen benachbarter Wohngebäude sichtbar sind. Da es sich um ein Ruinenfeld handelt, ist Vorsicht beim Betreten erforderlich und die Zugänglichkeit kann begrenzt sein.
Das Gebäude verbarg unter seiner zentralen Apsis eine unterirdische Krypta mit beeindruckenden Wandmalereien. Diese Fresken zeigten die Gottesmutter und das Christuskind, umgeben von Engeln, und boten Einblick in die künstlerischen Praktiken frühmittelalterlicher Kirchen.
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