Porphyrogennetos-Palast, Byzantinischer Palast im Blachernai-Viertel, Istanbul, Türkei
Der Palast des Porphyrogennetos ist ein dreistöckiges byzantinisches Gebäude im Blachernai-Viertel von Istanbul, das Teil der alten Stadtmauern von Konstantinopel bildet. Die Fassade zeigt gemauerte Bögen, Kalksteinverzierungen und schmale Fenster, die sich über die drei Ebenen verteilen.
Zwischen 1261 und 1291 entstand dieser Palast als Wohnsitz für Konstantin, den Sohn von Kaiser Michael VIII., nachdem die Byzantiner Konstantinopel zurückerobert hatten. Ab 1719 nutzte man die Räume als Keramikwerkstatt, bis das Gebäude später wieder als historisches Denkmal erkannt wurde.
Im 18. Jahrhundert stellten Handwerker hier Fliesen her, die osmanische Techniken mit westeuropäischen Motiven verbanden. Besucher sehen heute noch Reste dieser Keramikproduktion, die den Wandel des Gebäudes von einer kaiserlichen Residenz zu einer Werkstatt zeigt.
Das Museum ist täglich geöffnet und zeigt Sammlungen von Keramik und Töpferwaren, die in den früheren Werkstatträumen ausgestellt sind. Besucher können die drei Stockwerke über eine Innentreppe erreichen, wobei einige Bereiche enge Durchgänge aufweisen.
Eine kleine Kapelle in der Nordmauer wurde für Einzelgebete angelegt, mit Platz für nur eine Person gleichzeitig. Diese Einrichtung zeigt, wie byzantinische Herrscher auch in Zeiten politischer Unruhe ihre privaten religiösen Rituale pflegten.
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