Patershol, Mittelalterliches Gastronomieviertel in Gent, Belgien.
Patershol ist ein Restaurantviertel im historischen Kern von Gent, das von engen Kopfsteinpflastergassen und alten Backsteingebäuden geprägt wird. Die Häuser stehen dicht an dicht, und in fast jedem Erdgeschoss findet sich ein Lokal mit kleinen Eingängen direkt an der Straße.
Das Viertel entstand im Mittelalter als Wohnort für Handwerker und einfache Arbeiter, die in der Nähe der Grafenburg lebten und arbeiteten. Im 20. Jahrhundert wandelte es sich allmählich vom Arbeiterviertel zu einem Restaurantviertel, das heute für sein gastronomisches Angebot bekannt ist.
Der Name Patershol leitet sich von den Paters ab, einer Ordensgemeinschaft, die hier einst ein Kloster betrieb. Heute erkennt man diesen Ursprung noch an einigen Gebäudefassaden, die an religiöse Architektur erinnern.
Die Gassen sind sehr schmal und am besten zu Fuß zu erkunden, da Autos kaum Platz haben und der Fußgängerverkehr dominiert. Ein Besuch am frühen Abend lohnt sich besonders, wenn die Restaurants öffnen und die Straßen langsam lebendiger werden.
Obwohl das Viertel heute vor allem für Restaurants bekannt ist, war es bis in die 1970er Jahre eines der ärmsten und am stärksten vernachlässigten Viertel von Gent. Die Stadterneuerung rettete die alten Gebäude vor dem Abriss und ermöglichte die heutige Nutzung.
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