Ville d'Hiver, Stadtviertel in Arcachon, Frankreich
Die Ville d'Hiver ist ein Stadtviertel in Arcachon, Frankreich, das aus einer dichten Ansammlung von Villen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert besteht, die auf einem bewaldeten Hügel über der Bucht gebaut wurden. Die Häuser zeigen eine große Vielfalt an Baustilen, von Schweizer Chalets und gotischen Fassaden bis hin zu maurischen Pavillons, mit verzierten Balkonen, Türmchen und dekorativen Holzelementen.
Das Viertel wurde in den 1860er Jahren von den Brüdern Émile und Isaac Pereire entwickelt, die Arcachon als eleganten Kurort für wohlhabende Wintergäste etablieren wollten. Ärzte empfahlen die frische Luft des Kiefernwaldes als Heilmittel gegen Tuberkulose, was den Bau von Häusern mit großen Fenstern und Veranden förderte.
In der Ville d'Hiver trägt fast jede Villa einen eigenen Namen, etwa Villa Teresa, Toledo oder Alexandre Dumas, und jeder Name spiegelt den Geschmack oder die Herkunft des einstigen Besitzers wider. Heute beherbergen viele dieser Gebäude kleine Hotels, Bars und Kneipen, in denen man in einem Haus mit Geschichte etwas trinken oder essen kann.
Das Viertel lässt sich am besten zu Fuß erkunden, da die kurvenreichen Straßen so angelegt wurden, dass Durchzugswinde vermieden werden, was das Spazierengehen angenehm macht. Geführte Touren sind von April bis Oktober erhältlich, aber auch Audiotouren und andere Aktivitäten stehen das ganze Jahr über zur Verfügung.
In den 1930er Jahren gab es in diesem Viertel eine Skipiste, die statt Schnee einen Teppich aus Kiefernnadeln nutzte, auf dem man Rennen austrug. Die Piste war bis in die 1970er Jahre in Betrieb und zog Besucher aus ganz Frankreich an.
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