Mosquée de Bani, Historischer Moschee-Komplex in Bani, Burkina Faso
Die Moschee von Bani ist ein Komplex aus sieben Bauwerken aus Lehmziegel, wobei die Hauptmoschee an der Basis eines Hügels steht und sechs kleinere Gebäude ringsum angeordnet sind. Die Strukturen wurden alle mit traditionellen Techniken errichtet und bilden zusammen eine imposante Anlage aus Erdmaterial und Holzpfählen.
Der Komplex wurde in den frühen 1980er Jahren von Mohamed el-Hajj gegründet, der von Burkina Faso nach Mekka pilgerte und danach die sieben Moscheen mit Unterstützung seiner Gemeinde errichtete. Dieses Projekt entstand aus einer religiösen Überzeugung und wurde vollständig durch lokale Arbeit und Zusammenhalt umgesetzt.
Die Moscheen in Bani zeigen eine besondere Auslegung des Islam, bei der Frauen keine Kopftücher tragen und die Gemeinschaft einen ausgewogenen Umgang mit religiösen Praktiken pflegt. Beim Besuch merkt man, wie der Glaube hier auf eigene Weise gelebt wird, ohne strenge Regeln zu befolgen, die anderswo üblich sind.
Besucher können die Gebäude tagsüber erkunden, sollten aber angemessene Kleidung tragen und die Gebetszeiten respektieren. Es ist hilfreich, früh am Morgen oder am späten Nachmittag zu kommen, wenn es weniger heiß ist und die Anlage weniger frequentiert wird.
Die sechs kleineren Moscheen rund um die Hauptmoschee sind nicht nach Mekka ausgerichtet, sondern blicken alle auf das zentrale Gebäude, was eine ungewöhnliche Anordnung nach traditionellen Bauprinzipien darstellt. Diese Konfiguration entstand bewusst, um den knienden Menschen in Gebet darzustellen, wodurch die gesamte Anlage eine symbolische Form annimmt.
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