Réserve Écologique des Barails, Naturschutzgebiet nördlich von Bordeaux, Frankreich
Die Réserve Écologique des Barails ist ein großes Naturschutzgebiet nördlich von Bordeaux, das Wälder, Wiesen, Feuchtgebiete und Wasserflächen vereint. Das Gelände gliedert sich in einen zentralen Park mit einer Nachbildung eines Pyrenäenbachs samt Felsen und typischer Bepflanzung sowie in bewaldete Bereiche mit Wanderwegen und offene Weiden.
Das Gelände wurde 1992 zunächst als Blumenpark mit Rosen, Pfingstrosen und einer umfangreichen Rebensammlung angelegt. Im Jahr 2018 wurde es in ein ökologisches Schutzgebiet umgewandelt, wobei Feuchtgebiete und Weiden wiederhergestellt wurden, um seltene Arten zu schützen.
Der Name leitet sich vom okzitanischen Wort barail ab, das bebaute Wiesen bezeichnet und auf eine lange landwirtschaftliche Nutzung dieses Gebiets hinweist. Wer heute durch das Gelände spaziert, sieht noch Überreste dieser Tradition in Form von Weideland, auf dem Tiere grasen.
Das Reservat ist mit der Straßenbahnlinie C (Haltestelle Parc des expositions - Stade) oder über Radwege in der Nähe des Velodroms erreichbar. Das Gelände hat mehrere Eingänge im Norden und Süden; der Südeingang kann bei großen Stadionveranstaltungen geschlossen sein.
Das Reservat beherbergt den Alpenbock, einen seltenen und geschützten Käfer, der nur bei genauer Betrachtung alter Baumstämme zu entdecken ist. Auf den Weiden lebt außerdem das Bordeaux-Rind, eine vom Aussterben bedrohte lokale Rasse, die man kaum anderswo noch sehen kann.
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