Tiawanacu
Tiawanacu ist ein kleines Dorf in den bolivianischen Anden in der Nähe von Lake Titicaca, bekannt für seine Lage neben den berühmten Ruinen von Tiwanaku. Das Dorf selbst besteht aus einfachen Häusern und Feldern, während die Landschaft flach und offen ist und Ausblicke auf die Hochlandebene bietet.
Die Region war Standort einer großen vorkolumbianischen Zivilisation, die zwischen etwa 400 und 1000 n.Chr. blühte und einen Bevölkerungsraum von etwa 20.000 Menschen aufrechterhielt. Ein Dürrearrgang um 950 n.Chr. führte zum Niedergang der Stadt, bevor spanische Eroberer die Ruinen Mitte des 16. Jahrhunderts wiederentdeckten.
Das Dorf wird geprägt durch die Nähe zum antiken Heiligtum, das für viele Gruppen der Region spirituelle Bedeutung hatte. Lokale Bewohner pflegen traditionelle Bräuche und Kleidung, besonders während Festen, wenn Musik und Trommeln die Straßen erfüllen.
Das Dorf ist etwa 76 Kilometer westlich von La Paz gelegen und leicht mit dem Bus oder Taxi zu erreichen, wobei die Fahrt etwa eineinhalb Stunden dauert. Es empfiehlt sich, frühmorgens anzukommen, um die Ruinen in der ruhigeren Zeit zu erkunden und Zeit zum Wandern durch das Dorf zu haben.
Viele der großen Steine im benachbarten Tiwanaku-Komplex wiegen bis zu 25 Tonnen und zeigen Fugen, die so genau angebracht sind, dass ein Messer nicht dazwischen passt. Die genaue Methode, wie diese massiven Blöcke über das Gelände bewegt und positioniert wurden, bleibt ein ungeklärtes Rätsel der Archäologie.
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