Tiwanaku, Präkolumbische archäologische Stätte im Departamento La Paz, Bolivien.
Tiwanaku ist eine archäologische Stätte im Departamento La Paz in Bolivien, die Überreste einer vormenschlichen Zivilisation zeigt. Die Ruinen enthalten Pyramiden, Tempel und Monolithen, verteilt über ein weitläufiges Gelände in 3629 Meter Höhe.
Die Zivilisation von Tiwanaku entwickelte sich zwischen 300 und 1000 nach Christus und baute ein mächtiges Reich auf. Ihr Einflussgebiet erstreckte sich über den Westen Boliviens, den Süden Perus und den Norden Chiles.
Die halbrunde, in den Boden eingesenkte Anlage zeigt 175 gemeißelte Steinköpfe an den inneren Wänden, jeder mit einem eigenen Gesicht. Besucher stehen so umgeben von Darstellungen, die alle Völker des Reiches repräsentieren.
Das Gelände liegt auf einer Höhe, die die Orientierung erschweren kann; wer früh am Morgen kommt, erlebt die Anlage in ruhigerer Atmosphäre. Zwei Museen vor Ort zeigen Sammlungen von Keramik und Steinskulpturen, darunter den 7,3 Meter hohen Bennett-Monolithen.
Das Sonnentor zeigt aufwendige Schnitzereien, die astronomisches und mathematisches Wissen belegen. Manche Forscher glauben, dass die Darstellungen auch einen Kalender darstellen, obwohl die genaue Bedeutung noch diskutiert wird.
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