Puma punku, Archäologische Stätte nahe Tiwanaku, Bolivien
Pumapunku ist ein archäologischer Komplex in der Nähe von Tiwanaku in Bolivien, der durch große, präzise geschnittene Steinblöcke gekennzeichnet ist, die ohne Mörtel ineinander greifen. Die Strukturen erstrecken sich über eine Fläche von rund 167 Metern in der Breite und 117 Metern in der Länge auf einem Hochplateau in etwa 3900 Metern Höhe.
Der Komplex entstand zwischen 536 und 600 nach Christus als Teil eines religiösen Zentrums der Tiwanaku-Zivilisation, die vor dem Inka-Reich blühte. Jahrhunderte später verfiel die Anlage, und viele Steine wurden von späteren Bewohnern aus dem Gebiet entfernt oder für neue Bauten verwendet.
Der Ort trägt einen Namen aus Aymara und Quechua, der 'Tor des Puma' bedeutet und auf die spirituelle Rolle des Tieres in den Andenkulturen verweist. Heute sehen Besucher Steinblöcke mit Einschnitten, die nach der Vorstellung der Tiwanaku-Kultur wahrscheinlich heilige Funktionen im Rahmen von Zeremonien erfüllten.
Der Ort liegt auf einer windigen Hochebene, wo die dünne Luft Wanderungen anstrengender macht als in niedrigeren Höhen. Besucher sollten Schichten Kleidung mitbringen, da die Temperatur im Laufe des Tages stark wechseln kann und Sonnenschutz wegen der intensiven Strahlung wichtig ist.
Die Steinblöcke sind mit Klammern aus Bronze verbunden, einer Legierung aus Kupfer, Arsen und Nickel, die sonst selten in präkolumbischer Architektur vorkommt. Diese Befestigungstechnik erinnert an Methoden, die im alten Ägypten und in anderen mediterranen Kulturen genutzt wurden, was Fragen über frühe technische Kenntnisse aufwirft.
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