Halbunterirdischer Tempel von Tiwanaku, Präkolumbianischer Tempel in Tiwanaku, Bolivien.
Der Tiwanaku-Halbunterirdische Tempel ist eine vorkolumbische Stätte mit einem versenkten rechteckigen Hof, dessen Steinwände mit geschnitzten Köpfen und aufwendigen monolithischen Dekorationen verziert sind. Die Struktur zeigt eine sorgfältig geplante Architektur mit mehreren Ebenen und komplizierten steinmetztechnischen Details.
Diese Kultstätte entstand um 200 n. Chr. als Teil der Tiwanaku-Zivilisation, die lange vor dem Aufstieg des Inka-Reiches die Andenhochländer beherrschte. Sie war ein wichtiges religiöses Zentrum und zeigt, wie fortgeschritten die frühen andinen Kulturen waren.
Die Wände des Tempels zeigen geschnitzte Köpfe aus Stein, die möglicherweise an religiöse Zeremonien und spirituelle Praktiken der frühen Andenbewohner erinnern. Diese Gesichter deuten darauf hin, wie wichtig bildhauerische Kunst in den Ritualen dieser Gesellschaft war.
Das Gelände ist das ganze Jahr über zugänglich und bietet einen guten Überblick über die archäologische Stätte in ihrer natürlichen Berglandschaft. Das flache Terrain macht einen Besuch für die meisten Besucher bequem, obwohl die Höhenlage der Region körperliche Anpassung erfordern kann.
Die Mauern bestehen aus massive Sandsteinblöcken, die so präzise zusammengesetzt wurden, dass kein Mörtel benötigt wurde und sie seit Jahrhunderten standhalten. Diese Konstruktionstechnik zeigt das handwerkliche Geschick und die Ingenieurfähigkeiten der frühen Tiwanaku-Arbeiter.
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