Chartrons-Ufer, Kai in Bordeaux, Frankreich
Der Quai des Chartrons ist ein langer Kai am Nordufer der Garonne in Bordeaux, der heute als Uferpromenade genutzt wird. Er ist gepflastert, mit Bänken ausgestattet und von alten Lagerhäusern aus dem 18. Jahrhundert gesäumt, die heute zu Geschäften, Cafés und Galerien umgebaut wurden.
Das Viertel Chartrons verdankt seinen Namen einem Kartäuserkloster, das 1381 während des Hundertjährigen Krieges auf dem sumpfigen Ufergelände gegründet wurde. Ab dem 17. Jahrhundert siedelten sich englische, flämische und irische Weinhändler hier an und verwandelten den Kai in ein wichtiges Handelszentrum, das bis in die 1980er Jahre aktiv blieb.
Der Quai des Chartrons war früher das Zentrum des Bordelaiser Weinhandels, und dieses Erbe ist heute noch spürbar: Einige der alten Lagerhäuser beherbergen jetzt Weinläden oder Verkostungsräume. In der nahe gelegenen Rue Notre-Dame reihen sich Antiquitätengeschäfte, Ateliers und Cafés aneinander, was dem Viertel seinen eigenen Charakter verleiht.
Der Quai des Chartrons ist das ganze Jahr über zugänglich und kann bequem zu Fuß vom Stadtzentrum aus erreicht werden. Da die Parkplatzsituation in der Nähe des Flusses begrenzt ist, bieten sich das Fahrrad oder die Straßenbahn als praktische Alternativen an.
Einige Gebäude entlang des Kais verfügen über gewölbte Keller, in denen Weinbarriques einst von Hand bis zu den Segelschiffen gerollt wurden. Manche dieser Lagerkeller sind noch erhalten und geben einen Eindruck davon, wie der Warentransport vor der Industrialisierung funktionierte.
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