Kutná Hora, Mittelalterliche Bergbausiedlung in Mittelböhmen, Tschechische Republik.
Kutná Hora ist eine Stadt auf einer Hochebene über dem Fluss Vrchlice in Mittelböhmen. Kopfsteingepflasterte Gassen führen an gotischen Kirchen und Häusern mit steilen Dächern vorbei, während schmale Durchgänge den Stadtkern mit den umliegenden Vierteln verbinden.
Deutsche Bergleute fanden im 13. Jahrhundert Silberadern in dieser Gegend und erschlossen Schächte, die bald zu den ergiebigsten im Königreich Böhmen zählten. Die entstehende Siedlung wurde zur königlichen Münzstätte erklärt, wo Groschen geprägt wurden, die den Handel in ganz Europa beeinflussten.
Der gotische Sankt-Barbara-Dom und die Kathedrale Mariä Himmelfahrt in Sedlec repräsentieren mittelalterliche Sakralarchitektur in Mitteleuropa.
Der Stadtkern lässt sich gut zu Fuß erkunden, wobei bequeme Schuhe wegen des unebenen Pflasters empfehlenswert sind. Mehrere Kirchen und ehemalige Bergwerksanlagen liegen außerhalb der Altstadt und erfordern einen kurzen Fußweg oder eine Fahrt mit lokalen Bussen.
Der Steinbrunnen vor dem Rathaus aus dem 15. Jahrhundert ist mit zwölf Figuren verziert, die biblische Szenen und lokale Legenden darstellen. Im Bergbaumuseum kann man durch nachgebaute unterirdische Stollen gehen, die einen Eindruck von den Arbeitsbedingungen der mittelalterlichen Minenarbeiter vermitteln.
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