Reithalle der Prager Burg, Barockes Ausstellungsgebäude nahe der Prager Burg, Tschechische Republik
Die Prager Burgreithalle ist ein rechteckiges Barockgebäude von 92 Metern Länge und 40 Metern Breite mit einem breiten hölzernen Walmdach und kleinen runden Fenstern. Ihre Fassade trägt zwei Skulpturen, die an die Reitausbildung und die Reitvergnügungen des Adels erinnern; der kaiserliche Adler wurde unter Präsident Masaryk entfernt.
Das Gebäude entstand Ende des 17. Jahrhunderts nach Entwürfen von Jean Baptiste Mathey als Trainingsplatz für Reiter der adeligen Familien. Es wurde später umgebaut und dient seit der Mitte des 20. Jahrhunderts als Ausstellungsbereich.
Die zwei Skulpturen an der Fassade erinnern an die ursprüngliche Nutzung des Gebäudes für die Reitausbildung und die Reitvergnügungen des Adels. Seit 1949 dient es als Ausstellungshalle, und 2006–2007 wurde es nach einem Entwurf von Ladislav Lábus renoviert.
Die Halle liegt gegenüber dem Eingang zum Königlichen Garten, oberhalb des Hirschgrabens am Weg zur Pulverbrücke. Man erreicht sie zu Fuß über das Burggelände; das Gebäude dient als Ausstellungshalle, der Zugang hängt also von der aktuellen Ausstellung ab.
Der kaiserliche Adler an der Fassade wurde auf Anordnung von Präsident Masaryk entfernt, sodass die beiden Reiterplastiken ohne ihn blieben. Nur 103 Jahre diente das Gebäude dem Reiten, danach war es anderthalb Jahrhunderte Lager.
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